Sehenswertes in Sülzbach

Schöntaler Klosterhof

Eberstädter Straße 7, Obersulm-Sülzbach

Der Name Schöntaler Klosterhof weist auf die ehemaligen Besitztümer und den Einfluss des Klosters Schöntal in Sülzbach hin. Bis weit in die Neuzeit hinein spielte das Kloster unter den Grundherren in Sülzbach eine bedeutende Rolle. Am Gebäude findet man an einem verzierten Balken die Jahreszahl 1698. Die Häuserzeilen in der Eberstädter Straße gehörten allerdings schon um 1500 zu den ältesten im Ort. Den älteren Sülzbachern ist das Gebäude noch als Bauernhof bekannt. Heute wird das Gebäude als Pflegeheim genutzt.

Sülzbach (Sulcibach), 1037 im Öhringer Stiftungsbrief erstmals erwähnt, hatte eine wechselvolle Geschichte, wobei das Dorf nicht festes Eigentum einer Adelsfamilie war, sondern eine Vielzahl von Herrschaften erlebte. Beispielweise hatte das Kloster Lichtenstern 1276 beträchtlichen Besitz, darunter auch die Mühle. 1345 wird zum erstenmal das Kloster Schöntal in der Ortsgeschichte erwähnt. Das Kloster Schöntal wurde bereits um 1150 von Wolfram von Bebenburg gestiftet. Bis weit in die Neuzeit hinein spielte das Kloster unter den Grundherren in Sülzbach eine bedeutende Rolle. Als Beispiel sei die Annahmestelle für die Zehntabgaben (bspw. auch aus Willsbach) genannt oder auch der Betrieb der Dorfkelter.

Weitere bedeutende Grundherren waren in Sülzbach bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts die Herren von Weinsberg. Aber auch der Haller Bürger Hans Smaltrew hatte Besitz, wie auch Heilbronner Bürger, das St. Klarakloster Heilbronn, der Herzog von Württemberg oder Pfalzgraf Otto von Mosbach und einige andere mehr. Ein ortsansässiger Grundherr konnte sich im Mittelalter in Sülzbach nicht etablieren. Überliefert ist nur der Name Hans Schwarz, der Grundbesitz außerhalb des Dorfes hatte.

Bauliche Substanz aus der damaligen Zeit ist allerdings nicht mehr erhalten, zumal große Teile des Dorfes im Bauernkrieg den Flammen zum Opfer fielen. Durchziehende Truppen und die Pest hinterließen 1634 ebenfalls ihre Spuren. Den ältesten Hinweis findet man am Pfarrhaus (1561). Am Gebäude Schöntaler Klosterhof findet man an einem verzierten Balken die Jahreszahl 1698. Die Häuserzeilen in der Eberstädter Straße gehörten aber schon um 1500 zu den ältesten im Ort. 

Den älteren Sülzbachern ist das Gebäude noch als Bauernhof bekannt, bevor der Wimmentaler Bauunternehmer Franz Riedmüller 1977 das Gebäude erwarb und aufwendig sanierte. Anbauten wurden städtebaulich vertretbar angebracht. Seit dieser Zeit wird das Gebäude als Senioren- und Pflegeheim genutzt. Ein zwischenzeitlich betriebenes Restaurant gibt es nicht mehr.



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