Sehenswertes in Eschenau

Der Friedhof und seine "Schlossgräber"

An Stelle des ursprünglichen Begräbnisplatzes rund um die Kirche ("Kirchhof") ließ die "Heiligenpflege" (entspricht in etwa der heutigen Kirchenpflege) einen neuen Bestattungsplatz am westlichen Ortseingang errichten.  Der Friedhof wurde 1617 geweiht und bis zur heutigen Zeit mehrfach erweitert. Auf ihm wurden im Laufe der Jahrhunderte auch "Schlossherren" und deren Familienangehörige bestattet. Einige alte Grabsteine zeugen davon. weiterlesen

Evang. Wendelinskirche Eschenau

Die Wendelinskirche ist die evangelische Pfarrkirche im Ortsteil Eschenau der Gemeinde Obersulm. Sie gehört zur evangelischen Kirchengemeinde Eschenau im Kirchenbezirk Weinsberg-Neuenstadt der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Seit dem 1. Dezember 2019 gehört die evangelische Kirchengemeinde Eschenau der Verbundkirchengemeinde "Obersulm See" an (Gemeinden Affaltrach, Eschenau und Weiler-Eichelberg). Der im Kern mittelalterliche Kirchenbau mit einem Turmaufbau in Form eines Oktogons erhielt seine heutige Gestalt durch Umbauten im 16. und 18. Jahrhundert. Bis 1573 war Eschenau eine Filiale von Affaltrach. weiterlesen

Alte Keltern in Eschenau

Der Weinbau, in Eschenau seit dem 13. Jahrhundert urkundlich nachweisbar, ist bis heute eine der wichtigsten Einnahmequellen für die Landwirtschaft. Schon im frühen Mittelalter (1302) findet sich im Ort eine dem Klosterhof Lichtenstern gehörige Kelter. 1315 und 1354 wird im Ort eine Kelter des Craft von Eschenawe erwähnt. Später erbauten die Freiherren von Gemmingen die "Obere Kelter" (1579) und die "Untere Kelter"(1604). Die früheren Ortsherren kelterten dort ihre eigenen Weine, vor allem aber waren die Keltern Sammelort für die Zehntabgabe, den sog. "Weinzehnten". Jeder Weinbergbesitzer war durch den "Kelterbann" verpflichtet, in der für den jeweiligen Weinberg zugeordneten Kelter der Ortsherrschaft zu keltern. Auf Grund und Boden liegenden Lasten zu Gunsten der Ortsherren wurden 1848 gesetzlich beseitigt und der damalige Freiherr von Hügel verkaufte die beiden Keltern an die Gemeinde Eschenau. Bis zum Umzug in ein eigenes Gebäude im Jahr 1950 nutzte die Weingärtnergenossenschaft Eschenau die "Obere Kelter". Das Gebäude wurde dann dem Kleintierzuchtverein zur Nutzung überlassen. 1967 endete dann auch der Kelterbetrieb in der "Unteren Kelter". Nach einem anschließenden Teilabbruch und Umnutzung für den Gemeindebauhof wurde dieses Gebäude im Zuge der Ortskernsanierung 1998 endgültig abgebrochen. weiterlesen

Altes Rathaus Eschenau

Das 1546 errichtete Gebäude diente 365 Jahre lang als Rathaus, Feuerwehrmagazin und bei Bedarf auch für Feierlichkeiten.1823 wurde im Erdgeschoss noch ein Ortsarrest eingebaut. 1910 zog das Rathaus um und zwar in das frühere Amtshaus gegenüber dem Schloss. Das "Alte Rathaus" wurde an Schreinermeister Christian Kistner verkauft. 1961 erwarb Johann Six das Gebäude. Nach Umbau des Erdgeschosses 1963/1964 zog dort die Deutsche Bundespost mit einer Poststelle ein. Auch nach Umwandlung in eine Postagentur im Jahr 1995 und Erwerb des Gebäudes durch die Gemeinde Obersulm in diesem Jahr, blieben die Räume bis zum Umzug in eine neue Postagentur 2001/2002 fast 40 Jahre lang postalisch genutzt. Später dienten sie Wohnzwecken. Die Gemeinde Obersulm verkaufte dann das alte Rathaus im Jahr 2015 an einen Privatmann. weiterlesen

Ehemalige Synagoge Eschenau

Differenzen um die Synagoge Zwischen den Eschenauer und Affaltracher Juden kam es immer wieder zu Differenzen um die Synagogenbenutzung. 1795 konnte schließlich ein Grundstück in der Reitgasse 4, heute Treutlinger Straße 9, zum Bau einer Synagoge erworben werden. Der Vertrag wurde vom Lehrensteinsfelder Rabbiner und neun Eschenauer Juden unterschrieben. In einem zweistöckigen Wohnhaus sollte der erste Stock als Synagoge, der untere Stock als Wohnung des Vorsängers und Schullehrers und gleichzeitig als Schulraum für die israelitische Konfessionsschule dienen. Im Keller befand sich die Mikwe. Die Synagoge wurde 1797 fertiggestellt. weiterlesen

Ehemaliges Gasthaus „Rose“ - eine „jüdische Wirtschaft“ 

Aus Anlass der Annahme jüdischer erblicher Familiennamen 1828 wurde in dem Verzeichnis aller damals selbstständig lebenden Israeliten in Eschenau der Rosenwirt Moses Mendel (geb. am 22. November 1791, gest. am 5. April 1868) aufgeführt, der den Familiennamen Lindner annahm. Zu dieser Zeit zählte der Ort neben dem Gasthaus „Rose“ noch vier weitere Schildwirtschaften und zwei Gassenwirtschaften. weiterlesen

Rathaus Eschenau (Altes Amtshaus)

Dieses stattliche und dominante Bauwerk wurde um 1670 errichtet. Rittergutsbesitzer und somit auch Ortsherr von Eschenau war zu dieser Zeit Generalmajor Friedrich Moser von Filseck. 1805/1806 wurde Eschenau württembergisch. Bis zu diesem Zeitpunkt diente das untere Stockwerk des Gebäudes als Verwaltungssitz der jeweiligen herrschaftlichen Amtmänner, während die oberen Stockwerke Wohnungen enthielten. weiterlesen

Schloss Eschenau

Das Schloss Eschenau ist das einzige Gebäude in Obersulm im Rokoko-Stil. Ursprünglich stand an dieser Stelle ein vom früheren Ortsadel erbauter Burgstadel. Dieser wurde 1504 im Zuge des bayrisch-pfälzischen Erbfolgekriegs vom württembergischen Heer unter Herzog Ulrich zerstört. Unter dem späteren Ortsherren Philipp von Gemmingen wurde um 1570 ein Schloss im Renaissance-Stil als neue Wohnstätte erbaut. weiterlesen

Grundschule Eschenau

Als Volksschule 1904 eingeweiht, erhielt das Schulgebäude in den Jahren 1960 und 1997 zwei Anbauten und beherbergt heute die Grundschule Eschenau. weiterlesen

Bahnhof Eschenau

Im Jahr 1857 bat die Abgeordnetenkammer die Königliche Staatsregierung in Stuttgart eine Eisenbahnverbindung von Heilbronn in Richtung Nürnberg zu schaffen. Nachdem unter verschiedenen Trassenvarianten die Streckenführung Weinsberg-Eschenau-Öhringen-Hall bevorzugt wurde, begannen die Bauarbeiten im August 1859. Nach nur dreijähriger Bauzeit wurde die Eisenbahnlinie am 2. August 1862 festlich eröffnet.  weiterlesen

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